Tag 19: Kleines Schwertermuseum

Da wäre mein Geld in einem Zahnfee-Hedgefonds besser angelegt gewesen.

Habe ich schon erwähnt, dass es in Japan fast nirgends Mülleimer auf den Straßen zu finden gibt? Und das, obwohl die Einkäufe hier in den Geschäften doppelt und dreifach eingepackt werden.


Auch in Tokyo haben sich die Einwohner daran gewöhnt, ihren Abfall vorerst mit sich herumzutragen - es gibt Designertaschen nur für Müll -, um ihn dann später bei sich zu Hause zu entsorgen. Nur an Bahnhöfen findet man derzeit herkömmliche Mülleimer.


Ich habe aber gelesen, dass es erste Bewegungen gibt, in denen die Bürger Tokyos eigenständig Mülleimer in ihrer Nachbarschaft aufstellen und sie auch in Eigenregie leeren.

The Japanese Sword Museum

Im Stadtteil Shibuya gelegen, lässt sich das japanische Schwertermuseum recht einfach ausfindig machen, auch wenn die nächste Bahnstation ein paar Minuten entfernt ist. Abhilfe schafft die vielversprechende Bushaltestelle "The Japanese Sword Museum", die direkt vor dem Museum hält.


Sollte man es während der Öffnungszeiten (bis 16:00) zum Museum schaffen, wird man zunächst einmal zur Kasse gebeten: Mit 800 Yen ist das Schwertermuseum das teuerste aller Museen, die wir besucht haben; auch teurer als das National Museum.


Der Eintrittspreis wäre ja verkraftbar, wenn wir dafür etwas geboten bekämen. Leider weit gefehlt. Das komplette "Museum" besteht aus einem Ausstellungsraum, etwas größer als ein Klassenzimmer, in dem die etwa 60 Schwerter und Messer recht lieblos ausgestellt worden sind. Man hat sich nicht die Mühe gemacht, englische Erklärungstexte aufzustellen. Auch fehlt jegliche Interaktivität - keine Videos oder ähnliche Elemente sind zu erwarten.


Insgesamt kann ich nur von einem Besuch beim Schwertermuseum abraten, es sei denn, man reist mit großem Vorwissen und größtem Interesse an.

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