Tag 16: Ein Tag in Himeji

Hier hatte auch James Bond seinen Spaß.

Wieder eine Neuigkeit zum Bahnsystem, das ja im japanischen Alltag eine sehr wichtige Rolle spielt. Wie bereits berichtet, werden unzählige Durchsagen stündlich gemacht.

 

Selbst die Rolltreppen fühlen sich dazu verpflichtet, mit ihren Gästen zu plaudren. "Das ist die Rolltreppe am Bahnhof Osaka. Bitte halten Sie sich am Rand fest und stehen Sie rechts. Gäste mit einem Kinderwagen benutzen bitte den Aufzug. Vielen Dank."


Auch interessant: Bei jeder Bahn, die einfährt, ertönt durch die Lautsprecher des Bahnhofs eine leicht piepsige Melodie. Übrigens an jedem Bahnhof bisher eine andere. Vermutlich soll sie Blinde unterstüzen und ein nettes Warnsignal darstellen.

Als gäbe es nur ein Schloss

Da wir gestern bereits alles Nennenswerte und Sehenswerte Osakas erlebt haben, machen wir uns heute nach Himeji auf.


Dem Shinkansen sei dank, kommen wir schnell und einfach in der bekannten Stadt an. Himeji ist bekannt für seine Burg, die bei der Erbauung "Burg des weißen Reihers" getauft worden ist.


Schnell wird klar, dass diese Burg das zentrale kulturelle und idiomatische Element der Stadt ist. Es scheint fast so, als wäre die komplette Stadt um das Schloss errichtet worden.

Zumindest hängen an vielen Stellen aufdringliche Werbeplakate für die Burg, Maskottchen amüsieren die Pendler am Bahnhof und alle Busse der Stadt sind mit dem Motiv der Burg versehen worden.


In Wirklichkeit handelt es sich bei dem Osaka-jo um eine gut erhaltene Burg aus dem 14. Jahrhundert. Nicht mehr, und nicht weniger.


Für den Eintrittspreis von 1000 Yen, also gut 7€, hat man die Ehre, die Holztreppen bis zum achten Obergeschoss zu nehmen, um dort eine Glocke zu läuten. Sicherlich, der Weg ist das Ziel. Aber nach zwei Wochen in Japan reicht eine weiße Burg nicht mehr, um mich vom Hocker zu hauen. Selbst dann nicht, wenn bei dieser Burg mehrere Szenen aus dem James-Bond-Film Man lebt nur zweimal gedreht wurden.

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