Tag 14: Unser Debüt mit Airbnb

Neue Bekanntschaften in der Stadt der Händler.

Am Anfang des täglichen Blogs kommt an dieser Stelle, wie immer, eine kleine Neuigkeit oder Skurrilität aus Japan.


Heute ist mir bewusst geworden, wie sehr Japan und seine Einwohner bereits im Fieber für Halloween sind! In den meisten Supermärkten gibt es bereits passende Süßigkeiten, auf den Straßen hängen gruselige Plakate und auch in den Medien berichtet man schon emsig.

Fast so schlimm wie bei uns, wenn im September der Verkauf von Weihnachtsgebäck beginnt...


Eine gute Gelegenheit, den frühen Start von Halloween zu bezeugen und einen Einblick in aktuell trendige, japanische Musik zu bekommen, bietet untiges Video. Es ist ein Musikvideo der japanischen Künstlerin Kyary Pamyu Pamyu aus ihrem Album, das gestern erschienen ist.

Willkommen zu Hause!

Für unseren Aufenthalt in Osaka wagen wir uns etwas Neues: Statt in ein ordinäres Hotel einzuchecken, buchen wir unsere Unterkunft über Airbnb.


Hier können private Haushalte ihre Zimmer, Wohnungen, Inserate, Häuser, Schlösser, Iglus und mehr über das Internet an Interessenten vermieten. Die Bezahlung erfolgt ebenfalls im Netz, beidseitige Versicherungen eingeschlossen.


Kunihiko, der Eigentümer unserer jetzigen Unterkunft, wohnt in Osaka im edlen Stadtteil Toyonaka. In seiner Wohnung vermietet er einen Schlafraum und einen dazu gehörigen Umkleideraum. Außerdem dürfen seine Gäste seine Küche, sowie sein Wohnzimmer mitbenutzen und erhalten für die Dauer des Aufenthalts einen Wohnungsschlüssel.

Das komplette Angebot seiner Wohnung lässt sich hier nachlesen. ("I'll welcome you sincerly.")


Ein paar Tage vor unserer Ankunft in Osaka habe ich Kunihiko auf Airbnb angeschrieben und ihn über die Ankunftszeit informiert und ihm den Namen des Bahnhofs übermittelt. Tatsächlich kommt unser Gastgeber uns am Bahnhof bei ihm in der Nähe mit dem Auto abholen.


Unglücklicherweise spricht Kunihiko nur wenig Englisch. Dafür hat er in einem fünfseitigen Dokument, das er uns zugesandt hat, alle wichtigen Informationen auf Englisch aufgelistet.


Die nächsten Tage werden zeigen, ob Kunihikos Apartement sich gegenüber einem Hotel mehr lohnt. Kostenmäßig macht es jedenfalls keinen Unterschied - wir bezahlen umgerechnet 41 Euro pro Person und Nacht.


Ich hoffe, dass unser Gastgeber uns ein paar Empfehlungen bezüglich Restraurants und Sehenwürdigkeiten in der Stadt geben kann. Zumindest ist es bei Airbnb so üblich.

Und sonst so? Osaka im Regen.

Den Tag wollten wir mit ein paar Museen und anderen Sehenswürdigkeiten verbringen. Doch wie sich herausstellt, haben viele der Attraktionen der Stadt derzeit geschlossen, weil es Sommerferien in Japan sind.


Da es außerdem noch stark regnet heute - wie die letzten Tage häufiger - verbringen wir die meiste Zeit frustriert am Bahnhof in Geschäften und Wartebereichen.


Halten wir fest: Osaka scheint keine besonders sehenswerte Stadt zu sein. Es hätte sich für heute mehr gelohnt, noch in Kyoto zu bleiben und unser Gepäck vom Gasthaus aufbewahren zu lassen. Oder mit dem Schnellzug einfach eine Station weiter (nach Kobe) zu fahren.

Kommentare

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Kommentare: 2
  • #1

    jeab (Freitag, 04 September 2015 13:39)

    Nicht frustiert sein wegen Regen - noch Geld zum Schoppen?

  • #2

    Lunalloca (Freitag, 04 September 2015 20:28)

    Schade, dann habt IHr ja gar nicht die Kobe-Rinder besucht + den verwöhnten Tierchen eine Massage + 1 Bierchen gegönnt