Tag 9: Das beste Papier Japans

Hier würde niemand ausländische Touristen vermuten.

Das Frühstück heute ist sehr teuer bei 900¥ pro Person, doch auch aufschlussreich: Morgens wird warm gefrühstückt, das weiß ich jetzt mit Sicherheit. Wie bei jeder anderen, vollständigen Mahlzeit gibt es auch Nachtisch.


Und wer hätte es vermutet: Die Japaner haben einen Narren gefressen an Baumkuchen. Wirklich, Baumkuchen?

Papier aus Maulbeerenrinde

Ungefähr 30 Kilometer nördlich von Gifu liegt das beschauliche Mino mit seinen ungefähr 20.000 Einwohnern. Mino hat eine lange Tradition der Papier- und Keramikherstellung, begünstigt durch die in der Nähe befindlichen Wälder.

 

Diese Stadt möchten wir heute besuchen. Genervt müssen wir allerdings erneut feststellen, dass unser JR Pass uns nur bedingt weiterhilft, weil wir nach der halben Strecke auf eine Privatgesellschaft wechseln müssen. Nach ungefährt 50 Minuten Fahrt kommen wir an.

 

Auf den ersten Blick erscheint Mino als eine Art japanisches Oberwesel, da es, im Gegensatz zu Gifu nur sehr dünn besiedelt ist. Auch ausländische Touristen sucht man hier vergebens. Wie sich herausstellt, spricht selbst die Angestellte der örtlichen Touriteninformation nur Japanisch.

 


Im Stadtkern befinden sich die historischen Bauten. Es stehen mehrere Museen mit Papier- oder Kermaikkunst allen Besuchern offen, ansonsten lassen sich fast nur Einkaufsgebäude finden - diese sind dafür umso schöner! Hier gibt es jegliche Papierspezialitäten, die sich der Profi wüschen könnte!


An dieser Stelle eine besondere Empfehlung für einen Besuch bei Furushikawashiko, die besonders schönes Papier anbieten, auch als Postkarten, Sticker oder Grußkarten.

Auch auf Künstler ist man vorbereitet, es gibt viele Zeichenunterlagen, Farben et cetera.


Eine tatsächliche Fabrik lässt sich zwar nicht besichtigen, doch eine die Wohnungen früherer Adeliger wurden restauriert und für Besucher geöffnet.

Wer sich in Gifu aufhält, Papier wertschätzt und mal einen freien Tag hat, sollte Mino auf jeden Fall einen Besuch abstatten.

Ins Wasser gefallen…

…wenn auch nur im literarischen Sinne.


Für heute hatten wir uns erneut vorgenommen, das berühmte Ukai, also das Fischen mit Kormoranen, zu beobachten. Doch leider hat es am Vorabend zu sehr geregnet, sodass es ausfallen muss. Zudem ist heute unser letzter Abend in Gifu. Schade!

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