Tag 8: Schloss Gifu bei Nacht

Vor 800 Jahren gegründet, mehrfach wieder aufgebaut.

Bei der Planung einer Reise in Japan - oder generell bei einer längeren Reise - kann ich jedem nur empfehlen: Achte nicht nur auf die Preise deiner Unterkunft, sondern auch auf die Lage.

Viele Stunden Bus- und Bahnfahrt

Diese Wahrheit erfahre ich heute wieder am eigenen Leib: Es dauert eine gefühlte Ewigkeit, um vom traditionellen Ryokan beim Fuji zu einem vom Shinkansen befahrenen Bahnhof zu kommen.

Insbesondere die Busse fahren verhältnismäßig langsam, während die Bahnen teils in den Städten mit 90 km/h fahren dürfen. Ganz zu schweigen vom Schnellzug, der ja über 200 km/h erreicht und dabei sehr komfortabel ist.


Kurze Randnotiz: Ich finde es sehr erstaunlich, an wie vielen Stellen im japanischen Nahverkehr Durchsagen gemacht werden. Bei den meisten Straßenbahnen gibt es eine eigentständige Kabine für Angestellte, die bei jeder Station ans Mikrofon greifen müssen: "Vielen Dank, dass sie mit JR fahren. Dies ist die Gotemba Linie. Ich mache jetzt eine Durchsage. Sie fährt über… Unser nächstes Ziel ist Nozumi. Nozumi. Bitte vergessen Sie keine Wertsachen. Achten Sie beim Aussteigen auf die Lücke am Bahnsteig. Danke."


Selbst bei der Rolltreppe kommt eine Durchsage, wenn auch eine elektronische: "Dies ist die Rolltreppe. Sie fährt ins erste Geschoss. Bitte achten Sie auf die Stufen."

Auf der Suche nach Sehenswürdigkeiten

Als wir tatsächlich am Hotel ankommen, ist es auch schon nach 17 Uhr. Es bleibt uns also nicht mehr viel Zeit für Stadterkundungen - wie gut, dass es in Gifu gar nicht so viel zu sehen gibt. Gifu ist eher an sich eine gut erhaltene, schöne Stadt.


Besonders sehenswert soll das sogenannte Kormoran-Fischen sein, doch da es heute stark regnet, verschieben wir das auf den nächsten Tag.

Recht spontan machen wir uns stattdessen mit einem der enorm vielen Busse - es sind bestimmt über 30 Linien, die von "Gifu JR Station" aus fahren - auf zum Gifu Park.


Der Park ist auch bei Nacht sehr schön, wenn auch eher beschaulich von der Größe. Ein Zugang zur Seilbahn ist allerdings der eigentliche Grund für unseren Besuch: Diese führt ihre Gäste auf den Kinka, einen Berg, auf dem das Schloss von Gifu errichtet wurde.


An manchen Tagen, unter anderem heute, gibt es die Möglichkeit eines Nachtbesuches. Ausgestellt werden unter anderem Teile des originalen Schlosses, das bereits im 18. Jahrhundert zerstört wurde.

Sehr schön ist auch der Ausblick von ganz oben auf dem Schloss, der nicht durch dicke Fenster oder Ähnliches getrübt wird.


Für die Sportfreunde unter uns: Es gibt auch mehrere Wanderwege auf den Berg und zur Burg, die wahrscheinlich genauso schön sind wie die auf dem Fuji!

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