Tag 7: Oh, majestätischer Fuji!

Warum verwehrest du dich bloß unser?

Es hat durchaus seine Vorteile, in einem Ryokan zu übernachten! Morgens, auf Tatami-Matten und einem Futon liegend, aufzuwachen, während Sonnenstrahlen durch die papierverkleideten Fenster kommen, fühlt sich super an.


Außerdem ruft uns die nette, ältere Haushälterin heute morgen persönlich zum Frühstück, das sie für uns und die anderen Gäste gekocht hat.

Der Berg ruft!

Nach dem Frühstück wollen wir uns direkt aufmachen, um den heiligen Berg Fuji zumindest teilweise hochzuwandern. Zuvor machen wir Bekanntschaft mit dem Gemeinschaftsbad des Gasthauses - ich würde lieber wieder zelten gehen, da hat man mehr Privatsphäre in den sanitären Anlagen.


Es gestaltet sich nicht so einfach, zu einem Punkt zu gelagen, von dem aus man den Fuji gut bewandern kann. Wir entscheiden uns für die Yoshida-Route, eine von vieren, die zum Gipfel führen. Mit einem Bus fahren wir auf die halbe Höhe, die sogenannte fünfte Station.


Gleich folgt die Enttäuschung: Heute ist es nicht nur wolkig, sondern auch überaus neblig. Wir können also weder den Gipfel von der Ferne aus sehen, noch können wir vom Berg aus in die Täler der Umgebung schauen. Schade. Zumindest bildet der Nebel ein gutes Motiv für Fotos.


Wir wandern zwei Stationen weiter nach oben, was einer Distanz von mehreren Kilometern entspricht. Da es allerdings mittlerweile auch angefangen hat, stark zu regnen und unsere Ausrüstung eher dürtig ist, beginnen wir wieder den Abstieg.

Ein Bad im Onsen tut gut

Nach einem anstrengenden Rückweg und völlig durchnässt vom Regen, gibt es nur eine Option: Ein Bad im Onsen, einer heißen Quelle.


Durch die naturgeographischen Umstände, die in Japan herrschen, werden die Bewohner zwar häufig von Erdbeben (uns noch nicht passiert), Tsunami oder Vulkanausbrüchen geplagt, doch eine gute Seite hat die Plattenverschiebung unter Japan: Die Erde tut sich an manchen Stellen auf und heißes Wasser sprudelt aus ihr heraus.


Dieses natürliche Wasser wird in die Onsen weitergeleitet, wo die Besucher sich dann entspannen können. Glücklicherweise haben wir eine solche Quelle direkt im Untergeschoss unserer Pension!


Wichtig zu beachten beim Besuch eines Onsens: Da es ein öffentliches Bad ist, muss man sich vorher gründlich duschen (mit Seife!) und reinigen. Erst dann kann man sich in das mindestens 30 °C heiße Wasser niederlassen. Ah, diese Entspannung!

Kommentare

Habt ihr schon ein heißes Thermalbad genießen können?

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